Donnerstag, 19. Oktober 2017

Heisenberg spielte auch Klavier und fand bei diesem Trio einen weiterführenden Kontakt, seine spätere Frau Elisabeth, wird berichtet. /// Meadowlark Trio - Beethoven Piano Trio Op.1, No.2 - II. Largo Espressivo

Aktiver Boden









“Terra Incognita: Der Boden im System Erde

Vortragender: Prof. Dr. Harry Vereecken, Jülich

Der Boden gehört zu unseren wichtigsten Ressourcen, er versorgt uns mit Nahrung, Rohstoffen und Biomasse und spielt eine wichtige Rolle in der Klimaregulierung. Angesichts einer stetig wachsenden Weltbevölkerung wird seine Bedeutung noch steigen. Doch die Ressource ist durch Überbeanspruchung, Versiegelung und die Folgen des Klimawandels gefährdet. Im Vordergrund des Vortrages steht das „System Boden“, das durch Austauschprozesse eng mit Grundwasser, Biosphäre und Atmosphäre verknüpft ist. Zur Erfassung dieser Austauschprozesse werden neueste Beobachtungstechnologien und Methoden sowie Supercomputermodelle entwickelt.

Mit diesen Simulationsmodellen werden Wasser-, Energie- und Stoffkreisläufe im Boden vorhergesagt, sowohl für einzelne Äcker als auch für Flächen bis hin zu Kontinenten. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die nachhaltige Nutzung der Ressource Boden und die Entwicklung von Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.” (awk)

Das ist ein interessanter Ansatz, doch hat er eine CO2-Schlagseite. Der läßt sich abhelfen durch die Fokussierung auf die schlimmen Boden-Mißbräuche wie Rapsanbau und Vermaisung für Biosprit-Unsinn.

In der Diskussion kam die Rede auf Glyphosat. Vereecken, der zehn Jahre in der Zulassungskommission saß, antwortete, daß es keinerlei Indizien für eine karzinogene Wirkung gegeben habe.














Dienstag, 17. Oktober 2017

Berufsfindung


In der studentischen Beratung fällt immer wieder auf, daß der Berufsfindung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, sowohl von seiten der Eltern, als auch von seiten der Lehrer; entsprechend schieben viele Schüler und noch die Studenten das Problem vor sich her. Nicht wenige Studenten haben auch im 5. Semester noch keine endgültige Klarheit für sich selbst erlangt. Zwar gibt es inzwischen zahlreiche Hilfen, angefangen von Schulpraktika bis hin zu Seminarangeboten wie “Germanistik und Beruf”, sowie Studienberatung und Coaching, aber sie werden oft zu spät in Anspruch genommen und viel Lebenszeit wird dadurch verschwendet. Die Zahl der Studienabbrecher ist erheblich.

Eine zusätzliche, sehr sinnvolle Maßnahme kann die Aufnahmeprüfung durch die Hochschulen sein. Solche Eingangsprüfungen lassen die Frage nach dem Beruf und einem eventuellen Studium früher stellen und unterstützt auch die Motivation in der Oberstufe. Außerdem sind die Schulnoten als einziger Nachweis immer weniger aussagekräftig, da sie nach Ländern und auch Schulen stark differieren. Längst herrscht auch eine Inflation guter Noten. Wenn die Hochschulen ihre Studenten selbst aussuchen - zum Beispiel über Multiple-Choice-Tests - dann hilft das auch den Abiturienten bei der Selbsteinschätzung und der Berufsfindung.

















Montag, 16. Oktober 2017

Da lob ich mir Lukrez







Braun ist des Lebens goldner Baum




Alles hat Vor- und Nachteile, ja, ja. Aber wie lange haben doch Calvin, Luther und Zwingli - vom Papst nicht zu reden - das empirische Denken und die empirische Wissenschaft aufgehalten!
Man kann es an der alten, großen Schrift des Lukrez im letzten Jahrhundert vor Seneca ablesen:
“Was aus dem Gesagten folgt, zeige ich nun: Geist und Seele sind körperlich, sind materieller Natur. Wir erleben, wie der Geist die Glieder anstößt, aus dem Schlaf sie rüttelt, ihr Verhalten verändert, den ganzen Menschen leitet und lenkt - nichts dergleichen könnte ohne Anstoß und Berührung geschehen, und kein Anstoß wäre umgekehrt möglich ohne Körper und Materie.”
(Lukrez, Über die Natur der Dinge, 3. Buch, dtv S. 109)
Wie wir heute wissen, stößt auch der Körper an, ja, der ganze Mensch ist ein Information verarbeitendes System auf zwei Beinen. Näheres siehe Physiologie und Hirnforschung.
Statt den Lukrez zu lesen bewegte Luther die wahrlich geisterhafte Frage: Wie finde ich einen gnädigen Gott?