Montag, 19. Januar 2009

"Ich stell' nie mehr jemanden ein"

Fischer
Bei der Rechtschreibung sind die Araber auch nicht führend.
- "CAIR Co-Hosts an Antisemitic Rally in Chicago." by Daniel Pipes, Mon, 19 Jan 2009, www.danielpipes.org/

- Sehr erfreulich: Dr. Saskia F. Fischer, Jahrgang 1972: "Ihre aktuellen Forschungsinteressen gelten der Herstellung und Untersuchung ferromagnetischer und Halbleiter Nanostrukturen im Hinblick auf neuartige Anwendungen in Magneto-, Nanound Spinelektronik. ..." Akademie der Wissenschaften NRW, Junges Kolleg, http://develop.servicesite.de/akdw/index.php?option=com_content&task=view&id=178&Itemid=286

- Das Dauerproblem des Teutonischen alias "Rheinischen Kapitalismus": ' "Ich stell' nie mehr jemanden ein".
Ein Taxifahrer versucht sich als Arbeitgeber / Von C. Bröll
NÜRNBERG, 14. Januar. Wenn Lorenz Pfatrisch am Gebäudekomplex der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg vorbeifährt und an die knapp vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland denkt, packt ihn die Wut. Zehn Zentimeter dick ist der Packen von Formblättern und Informationsunterlagen mittlerweile, den er in seiner Tasche auf dem Beifahrersitz herumfährt. Zehn Zentimeter, nur um einen einzigen Mitarbeiter einzustellen. Der gemütliche Taxifahrer hat sich geschworen: Das ist das allerletzte Mal. Dabei regt ihn nicht einmal so sehr der bürokratische Aufwand auf. Vielmehr machen ihm die Kosten zu schaffen, die nach und nach auftauchen. "Am Ende zahle ich sogar drauf", lautet seine ernüchternde Bilanz, "und das nur, damit mir am Ende jemand anderes auch noch mein Auto kaputtfährt."
Lorenz Pfatrisch hat ein eigenes Taxi, mit dem er tagsüber in der fränkischen Metropole unterwegs ist. Am späten Abend oder nachts steht das Auto ungenutzt in der Garage. So erschien ihm die Idee gar nicht schlecht, als ihn ein Freund fragte, ob er nicht ab und zu auf 325-Euro-Basis (vorher 630 DM) für ihn fahren dürfe. Gesagt, getan. Als er Ende vergangenen Jahres aber ausrechnete, was ihn das eigentlich kostet, war die Begeisterung für das Arbeitgeberdasein schnell vorbei.
Im Taxigewerbe wird der Umsatz üblicherweise zwischen Fahrer und Chef genau geteilt. Das bedeutet, daß Pfatrischs einziger Angestellter durchschnittlich einen Umsatz von 650 Euro erzielen muß. Pfatrisch selbst bleiben also von dem Zusatzgeschäft ebenfalls 325 Euro, abzüglich Umsatzsteuer von 7 Prozent sind es 279,50 Euro. Nach der Verschärfung der Richtlinien für 325-Euro-Jobs vor knapp drei Jahren muß der Kleinunternehmer nun aber auch noch 10 Prozent Kranken- und 12 Prozent Rentenversicherung abführen. Weil Pfatrisch nicht wußte, daß sein Angestellter eine Freistellungsbescheinigung benötigt, um überhaupt auf 325-Euro-Basis arbeiten zu dürfen, werden außerdem pauschal 20 Prozent Lohnsteuer fällig. Rückwirkend gilt die Freistellung nicht, auch wenn der Beschäftigte nachweisbar keinen Pfennig mehr in dem Jahr verdient hat: Netto bleiben ihm so nur noch 143 Euro. Doch damit nicht genug: Da der Taxiunternehmer jetzt einen Angestellten beschäftigt, zahlt er für die Industrie- und Handelskammer im Jahr statt 45 Euro nun 62,50 Euro Beitrag, außerdem erhöhen sich die Sätze für den ärztlichen Dienst und die Berufsgenossenschaft. Und zu guter Letzt verlangt der Steuerberater ein höheres Entgelt, da er ja nun nicht mehr nur eine Steuererklärung für einen Ein-Mann-Betrieb anfertigen muß. Kostenpunkt: 175 Euro im Jahr.
Schlußendlich bleibt dem Franken von dem Geschäft seines Angestellten also fast nichts übrig, die Kosten für Benzin, Verschleiß und mögliche Reparaturen noch gar nicht eingerechnet. "Also, bei mir kommt ganz bestimmt keiner mehr rein", brummt er, gibt Gas und läßt die Bundesanstalt für Arbeit im Rückspiegel schnell verschwinden. '
FAZ 15.01.2002 // Wer hat diese Bürokratie genährt und gezüchtet? War da nicht der Herr Helmut Schmidt dabei?
- Rentenlüge: Der Herr Helmut Schmidt versprach bis zum Ende des Wahlkampfs 1976, den er verlor, aber mit der FDP dann doch noch hauchdünn gewann, daß es keine Abkopplung der Rentenanpassung von der Entwicklung der Bruttolöhne geben werde:
"...wurde im Jahr 1977 dennoch eine Erhöhung des Beitragssatzes beschlossen. Weiterhin erfolgte nun auch eine Beitragsentrichtung für Leistungsempfänger der Bundesanstalt für Arbeit. Als weitere Leistungseinschränkungen sind die verringerte Bewertung von Ausbildungszeiten zu nennen und die Abkopplung der Rentenanpassung von der Entwicklung der Bruttolöhne. 1978 wurde die Rentenanpassung ganz ausgesetzt. ..." Notwendigkeit einer Rentenreform unter Berücksichtigung des demografischen Faktors, Juliane Nietsch, 2001, (www.grin.com/e-book/103979/notwendigkeit-einer-rentenreform-unter-beruecksichtigung-des-demografischen)

- "Fremde Federn: Klaus Lüderssen. Warnung vor neuem Finanzstrafrecht. Von sechs Schritten, die Helmut Schmidt in der Wochenzeitung "Die Zeit" vorschlägt, "um die Spekulation einzudämmen", laufen vier auf die Schaffung neuer Strafvorschriften hinaus. Erstaunlich lange hat es gedauert, bis diese in allen ... " Lüderssen ist emeritierter Hochschullehrer für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.19.1. FAZ // Für seine Rentenlüge hat Schmidt seinerzeit keine Konsequenzen gefordert.