Sonntag, 30. September 2012

Natürlich - unnatürlich









Der herausragende jüdisch-ukrainisch-amerikanische Chemiker Roald Hoffmann 
machte bei einem interessanten Vortrag 2010 auch auf die Problematik der beliebten polaren Zuschreibungen aufmerksam : 

natürlich - unnatürlich, harm - benefit, pure - impure, reveal - conceal etc. (Vortrag war englisch gehalten). Recht hat er. Die Kontinente zwischen den Polen bleiben unsichtbar. Polaritäten sind eine extreme Vereinfachung und bei Bewertungen wie gut - böse extrem gefährlich. Durch stupide Polarität und Polarisierung läßt sich eine Masse in Mob verwandeln.
Hoffmann erhielt keine normale Schulausbildung, sondern wurde zunächst umständehalber von seiner Mutter unterrichtet. Das tut einem Talent keinen Abbruch, möglicherweise ist das sogar förderlich. Ich habe Schule und Lehrer meist als belastend erlebt, später auch als Zumutung.

Der Biochemiker Lothar Jaenicke hat eine Reihe von bedeutsamen Kollegen mit ähnlich schwierigen Lebensläufen wie dem Hoffmanns in einem Buch porträtiert:

Jaenicke, Lothar, Profile der Biochemie, 44 Porträts aus der deutschen Geschichte, Hirzel 2007.
Sehr lesenswert.


(Roald Hoffmann :: chemist, writer, and ... Welcome to Roald Hoffmann's land between chemistry, poetry and philosophy. www.roaldhoffmann.com/) 

Samstag, 29. September 2012

Mord und Totschlag





Anstieg der Homizidraten (tödliche Gewalt) während der vergangenen 40 Jahre in allen europäischen Staaten (mit Ausnahme Finnlands)

Quelle: Manuel Eisner, Individuelle Gewalt und Modernisierung in Europa, 1200 bis 2000, S. 85, in: Gewaltkriminalität zwischen Mythos und Realität, hg. von Günter Albrecht u.a., 2001, stw )

Die geringere Zuwanderung in Finnland besonders aus der archaischen mohammedanischen Kultur weist auf die Gründe des Wiederanstiegs der schweren Gewaltkriminalität nach jahrhundertelangem Sinken hin (vgl. auch Susanne Karstedt, Individualismus und Gewalt: Extreme Modernisierung oder Re-Traditionalisierung der Gesellschaft. Ein interkultureller Vergleich, in: Gewaltkriminalität zwischen Mythos und Realität, hg. von Günter Albrecht u.a., 2001, stw .

Vorgestern ermordete ein Marokkaner eine junge Frau und Mutter in Neuss. Der des Deutschen nicht mächtige Einwanderer in die Sozialkassen erstach mit zwei Messern bestialisch seine Arbeitsamtsachbearbeiterin.
In der FAZ wie auch im Focus wurde unterschlagen, daß es sich bei dem Mörder um einen Nordafrikaner handelt. Angeblich soll nur RTL dies berichtet haben.

Auch die FAZ ähnelt immer mehr ihrer Frankfurter-Würstchen-Schwester “Frankfurter Rundschau”.  

Freitag, 28. September 2012

Da staunt man







Philipp Matthäus Hahn (1739-90) verbesserte die Rechenmaschinen seiner Zeit




Württemberg hatte sich schon früh der Reformation angeschlossen. In der Nähe von Hedelfingen liegt Kornwestheim. Der Pfarrer Hahn dorten war nicht nur ein Pietist avant la lettre, er glänzte zudem als begnadeter Mechaniker und himmlischer Rechenmeister. Er verband diese Dreifachbegabung eng mit dem religiösen Verkündigungsgedanken:

"Was Rechnungsmaschine, was Astronomische Uhr, das ist Dreck! Jedoch um Ruhm und Ehre zum Eingang und Ausbreitung des Evangelii zu erlangen, will ich die Last noch weitertragen." 
Hahns Tagebucheintrag 10.8.1773, Dokumentation und Kommentierung ARITHMEUM, Bonn 






Diese goldene Mechanik der Hahn'schen Rechenmaschine hat ein protestantisches Innenleben

Donnerstag, 27. September 2012

Wandervogel, Nazis, Grüne



Auf dem Monte Verità im schönen Tessin tummelten sich ab 1900 Lebensreformer aller Art

(Bild: Wiki.)


Ökofaschismus – das Wort liest man jetzt öfters mal. Was ist  dran?
Die Grünen stammen alle aus der linken Ecke, sie kamen aus dem Adorno-Seminar (Fischer), gingen in den SDS (Dutschke) und den KBW (Trittin) etc. Rudolf Bahro kam später noch dazu aus der SBZ. Die ebenfalls linken Spontis gesellten sich dazu (Fischer und Cohn-B.), Stadtindianer und allerhand Anti-Fa-Grüppchen – alle antibürgerlich und „antifaschistisch“. Insofern ist der Begriff völlig abwegig. Der Kampf gegen alles, was nicht links ist, einigt sämtliche Gruppierungen der Grünen bis heute.
Doch teilen sie mit den Nazis den Bezug auf eine selbstgestrickte Vorstellung von „Natur“, während sie die Kultur als spezifisch menschliche Hervorbringung geringschätzen. Sie arbeiten überall daran, den Menschen aus von ihnen bestimmten Gebieten auszusperren zugunsten von Tieren und Pflanzen.
Den Nazis galt die Naturordnung ebenfalls als vorbildlich, nämlich die unkultivierte Ordnung des tierischen Fressens und Gefressenwerdens und die ungemilderte Dominanz des Alpha-Tiers, das alle anderen Tiere der Gruppe beherrscht.
Allerdings blenden die Grünen die Barbarei der Naturprozesse völlig aus und folgen einem Bild, das sie von Rousseau und der Zeitschrift „Gartenlaube“ bezogen haben. Insofern sind ihre Motive alt, sie kommen schon im 19. Jahrhundert vor, in der deutschen Romantik bereits. Eichendorffs „Taugenichts“ war es „wie ein ewiger Sonntag im Gemüte“, als er das Elternhaus verließ und „ins freie Feld“ ging. Eichendorff wäre es aber nicht eingefallen, ganze Gebiete für den menschlichen Zutritt zu sperren; hier zeigt sich die totalitäre Seite der Grünen, die alles von der Energie-Erzeugung bis zum Fleischverzehr, von der Hühnerhaltung bis zur Straßensperrung wegen Krötenwanderung mit ihrer Ideologie überziehen und sich des Staates bedienen, um ihren  Natur-Phantasmagorien zu dienen. Richard Löwenthal sprach im Hinblick auf 1968 vom „Romantischen Rückfall“, so der Titel seiner Schrift; doch trifft das nur einen Teil der Motivationen, weniger den aggressiven Geist, der da aus der Flasche entwich. Auch als der rote Geist grün wurde, teilte sich ihm die Friedlichkeit der frühen Vorläufer in der Wandervogelbewegung und der Reformgrüppchen auf dem Monte Verità nicht mit. Der rote Kern blieb aggressiv. Es gibt durchaus SA-ähnliche Stoßtrupps in der grünen Gemeinde, die gewalttätigen Tierschützer etwa und die Felderverwüster gegen fortgeschrittene genetische Pflanzenveredelung, doch sind sie bei aller Ähnlichkeit zur faschistischen Bodenideologie eher leninistisch zu sehen. Sie begreifen sich als Avantgarde. Die Nazis waren zwar einerseits wie die Grünen für einen konservativen ‚Nährstand’, doch waren sie keine Maschinenstürmer. Nur am Rande, bei Freunden der Nazis wie Heidegger, gab es eine grundsätzliche Technikfeindschaft wie bei Teilen der grünen Bewegung. In Bewegungen schillert es ohnehin in viele Richtungen irrational, während in Parteien eher die Rationalität der Machterlangung und der Machterhaltung dominiert.

Die Rede vom „Ökofaschismus“, den Begriff hat interessanterweise der Marxist Andre Gorz im Hinblick auf den grünreaktionären Konservatismus gemünzt, vermag also nicht zu überzeugen. Tendenziell totalitäre Gesinnung und die Einsetzung des Staates für die eigene Ideologie sind überall außerhalb des Liberalismus angewendet worden und sind dort seit jeher zuhause. Links wie rechts und in ihren Vermischungen wie der „Konservativen Revolution“ und dem „nationalen Bolschewismus“.  

Mittwoch, 26. September 2012

Grün schillert







Frankfurter Würstchen a la Amorbach wären ein stimmiges  Symbol der Berliner Republik – 
paßte auch gut zu Merkel und Wagner-Pausen 




Wir leben im Zeitalter des Gutgeseires, der Mainzelmännchen, Frankfurter Würstchen und Grünzwerge, die die altgedienten Gartenzwerge weitgehend ersetzt haben.

Ein besonders spießiges Würstchen war Adorno, der nicht nur völlig humorlos war, den Jazz als Barbarenmusik bezeichnete und neue Gedichte verbieten wollte – auch gegen das Singen setzte er sich engagiert ein, weil, ja, weil auch die Nazis gesungen hatten. Daher verschwand das Singen aus den Kingergärten und Schulen. Auch bei der Geistaustreibung insgesamt stand Adorno überall Pate, assistiert von Schreibersimpln wie Heinrich Böll. Adorno ist daher der eigentliche Pate der Berliner Republik, die deswegen auch ein Frankfurter Würstchen in das Staatswappen setzen sollte. Damit wäre der Geist des Wohlfahrtsstaates ebenfalls gut symbolisiert.

Im Klima der Kleingeistigkeit nach 1968 wuchs nicht viel Erwähnenswertes, Luhmann immerhin, leider schon verstorben – Lübbe, Marquard, und auch Karl Heinz Bohrer. Im besonders verspießerten Köln geboren, entging Bohrer aber im Schwarzwälder Birklehof den Zugriffen der primitivsten Lehrer und dem Kölner Karneval. Er wird heute Achtzig, vielleicht, weil in seinen Wohnorten London und Paris nicht so oft Grünzwerge die Öffentlichkeit einfärben.    

Dienstag, 25. September 2012

Kirchenlichter unten ohne





Dies ist keine Samenbank









Allerhand, was das protestantische Pfarrhaus so hervorgebracht hat:
Carl von Linné, Wilh. Dilthey, Alfred Wegener, Euler, Ranke, Constantin Frantz, Nietzsche,  Mörike, Rudolph Clausius, C.G. Jung, Benn, Hesse, Merkel u.a. (der Höhepunkt ist längst überschritten).

Das führte den Schulpraktiker Wilfried Meyer (http://wilfriedmeyer.com/archives.php?showall=1) aus Paderborn zu der Frage, wieviel Intelligenzeinbuße wohl auf das Konto des katholischen Zölibats gehen mag. Zuvor war ihm immer wieder aufgefallen, daß protestantische Schüler in seinem Unterricht besser als die katholischen waren. Während in der jüdischen Diaspora die intelligenteren Eltern große Reproduktionsvorteile besaßen, war es in der Geschichte des Katholizismus umgekehrt: ein Teil der besonders intelligenten Katholiken gaben ihre Gene regelhaft nicht weiter. Von Augustinus, der allerdings in der Jugend sein Genom geteilt haben dürfte, durch die Jahrhunderte hindurch bis zu den Brüdern Ratzinger fallen die Begabten aus der katholischen Gen-Gemeinschaft heraus.
Wieviel dies immer ausmachen mag, der Schaden besteht, da mindestens die Hälfte des Intelligenzpotentials erblich festgeschrieben ist.
Die katholische Kirche verschlechtert ihre reproduktiven Intelligenzchancen aufgrund eines Dogmas, das in der frühen Kirche erfunden wurde und an dem bis heute festgehalten wird. Die Verfechter des Zölibats berufen sich immer wieder auf den Wanderprediger Jesus, der ehelos gelebt habe; dies ergebe sich aus den Evangelien.
Einen intelligenten Mann wie Luther überzeugte das nicht, und er begründete das protestantische Familienpfarrhaus, das späterhin den Bildungs- und Kulturprotestantismus hervorbrachte. 
In der katholischen Kirche geht die alte Auseinandersetzung weiter, und jeder Fund aus der frühen Kirche zum Thema Ehelosigkeit des Meisters  darf auf größte Aufmerksamkeit rechnen:

> - Sensation? Die Entdeckung der US-Religionswissenschaftlerin Karen King - Auf dem kleinen
Papyrus sind nur Satzfetzen zu entziffern, aber die haben es in sich: Jesus wird hier mit der Aussage zitiert:"mein Frau" ... <    (DLF 25.9.12)

Es sollte für intelligente Menschen im 21. Jahrhundert natürlich unerheblich sein, ob Jesus vor 2000 Jahren nun verheiratet war oder nicht. Aber religiöse Ideologien können den Verstand nachhaltig trüben. Vor allem dann, wenn ideologieinduziert auch noch auf die Reproduktion der Tüchtigen verzichtet wird. Die Ratzinger-Brüder mögen individuell gute Gründe für ihre Ehelosigkeit besitzen. Aber spenden könnten sie doch. Für die intelligente Zukunft der katholischen Kirche. Auf die Samenbank Adveniat.   

 

Montag, 24. September 2012

Konfuzius und Shinto steigern das Wohlbefinden






Vorsicht bei solcher Propheten-Bartlänge – Ernst Haeckel, der Eiferer des Darwinismus


(Bild: Wiki.)



Vormarsch der Kreationisten in der Türkei

Der Machtkampf zwischen säkularen und religiösen Kräften hat die Wissenschaft erreicht

In der Türkei wollen über 70 Prozent der Erwachsenen nichts von Evolution wissen. Neben der Darwinschen Lehre wurde der Kreationismus hier schon in den 1980er-Jahren in die Schulbücher aufgenommen. Naturwissenschaftler fürchten, dass er nun auch an den Hochschulen offiziell Einzug halten könnte.“ DLF 24.9.12

Andere Länder, andere Sitten, besonders, wenn es sich um Kleinasien handelt. Allerdings hat der Islamismus in der Türkei Rückwirkungen auf die Türken hierzulande.

Der Kreationismus ist die naive Vorstellung, ein göttlicher Herr habe die Welt erschaffen. In diversen Religionsbüchern aus grauer Vorzeit findet sich diese Phantasie. 
Nur eine Glaubensrichtung war davon erfolgreich, nämlich das Christentum, insbesondere das reformierte. Christliche Theologen haben es, unter dem Druck der Aufklärung, zur Koexistenz mit der Wissenschaft und der Darwinischen Evolution gebracht. 
In Deutschland mit seinem Hang zu grundsätzlichen Dogmen wurde der Darwinismus seit Ernst Haeckel sogar zur Weltanschauung entwickelt und hat Eiferer hervorgebracht, die die vielen offenen Fragen in der Evolutionstheorie gar nicht mehr sehen. (Wuketits u.a.) 
Theorien sollte man getrost der Wissenschaft überlassen, Glauben hat aber in Schule und Hochschule nichts zu suchen. Insbesondere nicht in der Biologie, sonst wird sie schnell bedroht und unfruchtbar. Ganz besonders gilt das für nichtchristliche Religionen, die keine Reformation zustande gebracht haben.

Insgesamt gilt für wissenschaftliches Arbeiten, daß wertfreies Denken fruchtbarer ist, wie schwierig dies auch sein mag.
Für die Alltagswelt spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob an Athene, Zarathustra oder Shiva geglaubt wird. Allerdings wirkt es sich stark aus, ob die jeweils geglaubte Religion beim Aufbau von Disziplin hilfreich ist oder nicht, und ob sie Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben allgemein fördert. 
Ebensfalls von Bedeutung scheint die geistige Geschlossenheit einer Religion zu sein. Auffällig erscheint in diesem Zusammenhang die hohe Lernbereitschaft von Asiaten, Vietnamesen, Chinesen, Koreanern und Chinesen. Ihre vermischten Volksreligionen spielen offenbar eine nicht störende Hintergrundrolle und dienen wohl einerseits einer unverbindlichen religiösen „Gemütlichkeit“, andererseits dem Familien- und Gruppenzusammenhalt durch Pflege gemeinsamer Rituale. Buddhistische und shintoistische Versatzstücke können beliebig kombiniert werden und behindern Lernen und Forschen nicht. Sonst könnte es nicht so starke Entwicklungsschübe geben, wie man sie seit 1900 in Japan, seit 1945 in Taiwan und seit 1989 in Rotchina und Vietnam beobachten konnte. Der Marxismus wurde während seiner Herrschaft so nebensächlich aufgefaßt wie ein Shinto-Berggott, während er in der ostdeutschen Sowjetisch Besetzten Zone als tiefe Glaubenangelegenheit gepflegt wurde und die bürgerlichen Elemente verfolgt und vertrieben wurden. In der SBZ/DDR blieben nur die Gläubigen und Gleichgültigen, die das Land und die Familien völlig ruinierten. In Rotchina gab es zwar auch eine Abwanderung und Verfolgung des Bürgertums, man denke nur an die „Kulturrevolution“, aber die konfuzianische Familie blieb grundsätzlich unangetastet.

Animistische und islamische Glaubensrichtungen schließlich konservieren den geistigen Stillstand offensichtlich besonders gut.  

Sonntag, 23. September 2012

Alles klar, Herr Kommissar?






“Deutschland hat die Krise mitverursacht”, sagt der Kommissar, der von Brüssel aus einen guten Überblick hat. Durch seine merkantilistische Tour habe Berlin für Ungleichgewichte in Europa gesorgt. Statt die Löhne zu verdoppeln, habe Berlin nichts getan. Das wird die rote Arbeitsministerin von der Leyen mit einem gewissen Wohlwollen hören. Auch sitzt der EU-Kommissar Laszlo Andor auf dem gleichen Sozial-Stuhl wie Leyen, nur eben in Brüssel. Da will die aufdringliche Dame vielleicht einmal hin, wenn sie in Berlin nichts Besseres bekommt. Also, um es noch einmal zu verdeutlichen: die Südpolitiker haben nicht unsolide und verantwortungslos gehandelt und maßlos, oft auch noch für Bauruinen, Schulden angehäuft, und dadurch ihre Kreditlinien hemmungslos überzogen, nein, Deutschland, das ja ebenfalls stark verschuldet ist, hat durch Dumpinglöhne die Süd-Paten zu einem Ausgleich gezwungen.
Man hat schon viel Unsinn aus Brüssel gehört, dieser giftige Vorwurf aber erreicht eine neue Stufe der Unverfrorenheit. Hat die Bundesregierung diese Frechheit zurückgewiesen und die Überweisungen nach Brüssel zur Überprüfung aufgerufen? Gerade hat der Haushaltsbericht 9 Milliarden Euro Mehrzahlung an die EU ausgewiesen, als Deutschland aus Brüssel erhält. Nein, aus Berlin hat man zu den irrwitzigen Behauptungen des Kommissars Andor nichts gehört. Die Zahlmeisterrolle auf mehreren Ebenen wird im Bundestag von keiner Partei in Frage gestellt. Wie in Rußland und Weißrußland gibt es fast keine Opposition.
Das sollte sich ändern. Nächstes Jahr wird gewählt. Die WAHLALTERNATIVE 2013, 
eine Bürgerinitiative, hat sich gegründet.  
Ihr Ziel ist es, in Kooperation mit der Bundes-Partei der Freien Wähler zu den Wahlen im nächsten Jahr anzutreten und eine ernstzunehmende und glaubhafte Alternative zu den Europazahlmeister-Parteien zu bieten. 
Im Erfolgsfalle wird Brüssels Weg zur sanften Diktatur etwas steiniger.



Samstag, 22. September 2012

Sind so kleine Tröpfchen





 Hier werden Wolken und ihre Entstehung auf Schritt und Tröpfchen beobachtet: www.geomet.uni-koeln/Joyce



Erst ab etwa 2000 wurden vom "Weltklimarat" Wolken in die Rechnungen einbezogen. Ziemlich spät, denn Wolken und Wasserdampf sind die Hauptsache im Wettergeschehen, und aus dem Wetter wird bekanntlich statistisch nach 30 Jahren das Klima. 

Wie wird aus Wasserdampf eine Wolke? Dazu sind Wolkenkondensationskerne erforderlich. Der Wasserdampf kondensiert an den winzigen Teilchen, aus den Gasmolekülen werden Wassermoleküle, die zu Tröpfchen einer Wolke werden können und dann sichtbar sind, weil sie Lichtstrahlen reflektieren und brechen. 

Freitag, 21. September 2012

Wolkig bis schaurig








Viel Platz für Wolken - 75% der gesamten Masse der Atmosphäre befinden sich in der untersten Schicht, der Troposphäre, die bis etwa 11 km Höhe reicht; bis in diese Höhe können auch Gewitterturmwolken reichen - eine gewaltige Masse an aufgestiegenen Wassertröpfchen und Wasserdampf.  





Salman Rushdie stellte gestern in NYC seine Memoiren vor, bis jetzt hat er das islamistische Todesurteil von 1995 überlebt - Gratulation!
Er empfiehlt mehr Mut im Umgang mit Feinden der Freiheit. Figuren wie Obama, Clinton und Westerwelle dürfen sich angesprochen fühlen. 

Kulturelle Gewitter aus Religionsideologien gründen in der geistigen Unterwelt und in der Gehirnwäsche der früh einsetzenden Religionserziehung.
Sie speisen sich aus Eiterbeulen animalischer Aggressivität und kleingeistiger Wahrheitsanmaßung.  

Donnerstag, 20. September 2012

Dazwischengenuschelt








Rektor Meyer's gesammelte Schulerfahrungen










Die Psychoanalytikerin empfahl zum Abschluß des Gesprächs Bob Dylan:

Forever Young
May god bless and keep you always
May your wishes all come true
May you always do for others
And let others do for you

May you build a ladder to the stars
And climb on every rung
May you stay, forever young
May you stay forever young

May you grow up to be righteous
May you grow up to be true
May you always know the truth
And see the lights surrounding you
May you always be courageous
Stand upright and be strong
And may you stay forever young
Forever young, forever young
May you stay forever young

May your hands always be busy
May your feet always be swift
May you have a strong foundation
When the winds of changes shift

May your heart always be joyful
May your song always be sung
And may you stay forever young
Forever young, forever young
May you stay forever young

[ From: http://www.elyrics.net/read/b/bob-dylan-lyrics/forever-young-lyrics.html ]

Er präsentiert es ja gut. Kann schlecht singen, hat keine ausgebildete Stimme, aber er kann nuanciert phrasieren. So gut, daß man geneigt ist, über den Text hinwegzuhören und sich ganz der eingängigen, einfachen Melodie anzuvertrauen. Aber bei einer solchen Empfehlung aus PA-Munde hört man kritischer hin. Lautet der Wahlspruch der Psychoanalyse nicht: Vom ES zum ICH? 
Was ja beinhaltet, erwachsen zu werden und das schmerzhafte Realitätsprinzip anzuerkennen. Und da besingt jemand die ewige Jugendmentalität, wo doch nichts bleibt, wie es ist? Seltsam. Bob selbst hat ja ebenfalls seine Entwicklungen erfolgreich absolviert. Er liebt zwar immer noch das Vage und Gefällige, hat aber mehr zu bieten als in jungen Jahren. 
Das weiß doch seine Freundin, die sich diese Abschlußmusik im Radiointerview zu ADHS gewünscht hat, auch. Der ganze Text ist so kitschig der lustbetonten ES-Ebene verhaftet wie der Refrain des Liedes selbst: Jung für immer. 
Und gerecht, treu, wahrhaft, mutig, gesellig, gesund, arbeitsam, aufrecht, stark, standfest und freudigen Mutes - wie formuliert für das Poesie-Album, das es zur Jugendzeit Bob Dylan’s gab und das es auch heute noch da und dort gibt.  

Na, prima, liebe Psycho. Aber für dieses Pfadfinder-Programm braucht man keine Therapeuten, das nimmt man nur dem Nuschelsänger ab, und auch nur, wenn man nicht genau hinhört.
Da hat der alte Remo Largo nach erfahrungsgesättigtem Kinderarztleben mehr zu sagen. Seine zentrale Einsicht beruht auf der individuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. 
Die Einübung von Disziplin verknüpft er stark mit der Beziehungsebene der Erziehenden und Unterrichtenden. Das leuchtet unmittelbar ein, verlangt aber viel Zeit und Einlassen. Recht hat er, doch darf man nicht vergessen, daß auch die mit Disziplin, Drill, totem Wissen und kollektivistischen Methoden übersättigte Schule alten Typs - Stichwort Hesse, UNTERM RAD - ihre Erfolge aufwies, von Cäsar bis Erasmus, von Luther bis Hegel, von Hölderlin bis Nietzsche und Max Weber. Verschiede Menschen brauchen auch verschiedene Wege, sie gelangen auch zu ganz anderen Lebensorten. Soll jeder werden, wohin seine Anlagen und Neigungen drängen. Largos älteste Tochter erkor sich den Gärtnerberuf. Gut so. 
Die KITA blieb ihr erspart. Hauptsache.

Mittwoch, 19. September 2012

L-L-L







Auch Lamborghini fing klein an, mit diesem bildschönen Traktor zum Beispiel; den kaufte der katholische Lothar aber nicht, er fuhr einen Countach.
 (Bild: Späth Chr./Wiki.)



Lothar, Lotto, Lamborghini. 1994 gewann Lothar Kuzydlowski knapp 4 Mio. DM im Lotto. Kaufte und kaufte, soff und soff und starb 1999 an einer Leberzirrhose, kurz bevor er das ganze Geld verkonsumiert hatte.
Teppichleger Lothar Kuzydlowski ist der Prototyp des Typs A aus der VWL-Eingangsvorlesung: er hat nach einer bestimmten Zeit so viel Geld wie vorher. Typ B bewahrt seine ihm verliehene Summe durch Solidität.
Typ C wiederum vervielfacht sein Vermögen. Am Typ C hängt der Wohlstand der Nation.

Reinhold Würth zum Beispiel hat es innerhalb von rund 60 Jahren von etwa 10.000 DM auf  rund 10 Mrd. DM (5 Mrd. €) Anlagevermögen gebracht. Er hat lange bescheiden gelebt, viel gearbeitet und in Schrauben investiert. Er lebt immer noch, Jahrgang 1935 – Kuzydlowski starb mit 53 Jahren. Weiter kann die Schere nicht aufgehen – die anthropologische ncht und  nicht die Vermögensschere.
Und auf diese 3 menschlichen Grundtypen läuft es immer wieder hinaus.
Das ärgert die Neid-Parteien, eines ihrer Propaganda-Instrumente, der „Armuts-Bericht“, gerade wieder vorgelegt, sorgt dafür, daß das Thema immer neu-abgedroschen in die Propaganda-Röhre kommt.   

Dienstag, 18. September 2012

Mein ist die Gegenwart










Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen;
Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht,
So ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.


Mein ist der Augenblick, sagt hier Gryphius, protestantischer Lehrersohn aus dem protestantischen Glogau, das dann aber zwangskatholisiert wurde. Hier und jetzt kann ich etwas unternehmen.

Bei Benjamin Franklin heißt es rund ein Jahrhundert später in seinen 13 Tugenden:

“6. FLEISS. Verliere keine Zeit; sei immer mit etwas Nützlichem beschäftigt; entsage aller unnützen Tätigkeit.”

(Franklin, Autobiographie, S. 126; vgl. auch “Poor Richard’s Almanack”)

Franklin, Sohn puritanischer Eltern, der eigentlich Pastor  werden sollte, war denn auch als Drucker, Erfinder und Politiker recht erfolgreich. 
Vater Franklin hatte England verlassen und war nach Massachusetts ausgewandert.
In unseren Tagen zog es den deutschen Romanisten Hans Ulrich Gumbrecht nach Kalifornien. Von dort sah er sich seine neue Heimat USA an. Am besten gefiele es ihm in – Lousiana, stellte er fest. So exotisch, so zeitvergessen, so korrupt, so wunderbar. Nun ja. Dort, in New Orleans, entstand in den 1920er Jahren der Blues "When the levee breaks" (wenn der Damm bricht). Inzwischen brach der Damm in New Orleans. Vier Meter unter Meereshöhe siedeln und die Dämme vernachlässigen - that's the spirit of Lousiana. Plus Musik, nicht nur die Marsalis-Familie stammt aus New Orleans.
Ein bißchen exotisch, wenn auch nicht kreolischer Abkunft, das galt ja auch für den Namensgeber Lousianas, Ludwig XIV. Aber grundsätzliche Ordnung mußte doch sein, deswegen erließ Ludwig für die französischen Kolonien 1685 den CODE NOIR, der u.a. vorschrieb, daß die Sklaven römisch-katholisch zu sein hätten. Davon sind die erst spanischen, dann französischen und heute US-amerikanischen Südstaaten noch heute mehr oder weniger geprägt.
Das gefällt nicht nur dem Romanisten Gumbrecht, der nie einen Blitzableiter oder einen Kondensator erfunden hat. Sein Fach ist eben die katholisch-spanisch-französische Geschwätzigkeit gehobener Art. Jedem das Seine.

Aber seit die Quäker, Methodisten und andere protestantische Zeitquäler mit dem Abolitionismus, mit der Abschaffung der gemütlichen, katholischen Sklaverei begannen, hat sich doch in Texas, New Mexico, Lousiana, Mississippi und Alabama einiges geändert, auch wenn in New Mexico die Katholiken mit 75% immer noch stark vertreten sind.

Dahin würde der deutsche Schraubenkönig aus dem protestantischen Künzelsau, der neuapostolische Reinhold Würth, nicht unbedingt gehen. Ohne das geringste Abitur und ganz ohne Sklaverei hat der Mann den kleinen Schraubenhandel seines Vaters zur weltweit vertretenen Würth-Gruppe gemacht. Gerade hat er wieder einen echt protestantischen Brief an seine Außendienstler geschrieben. Nicht das spanisch-katholische „Mañana“ („morgen“) solle ihr Motto sein, sondern „früher zum Kunden“. 
Da hätte Gryphius nicht widersprochen. Mein ist die Gegenwart. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern. Wenn ich die Gegenwart nutze, so gefalle ich dem Herrn der Zeiten. (Wer immer das auch sein mag.)

Montag, 17. September 2012

Das Eingemachte der Moderne







“Charakteristisch für die fundamentalistischen und in geringerem Grade für die kommunalistisch-nationalen Bewegungen ist, daß sie einige der zentralen, aus der Aufklärung stammenden Komponenten des kulturellen und politischen Programms der Moderne ablehnen, besonders die Autonomie und Souveränität der Vernunft und des Individuums. Hinzu kommt die Frontstellung nicht nur gegen die westliche Hegemonie, sondern gegen den Westen überhaupt. Die Konfrontation mit dem Westen geschieht nicht nur mit dem Ziel, in die neue hegemoniale Kultur zu deren Bedingungen einbezogen zu werden. Vielmehr wollen die Bewegungen die neue internationale, globale Szene für sich selbst, ihre Traditionen und Kulturen in Besitz nehmen - obgleich diese Traditionen unter dem Eindruck der Begegnung mit dem Westen umformuliert wurden.”

S.N. Eisenstadt, Die Vielfalt der Moderne, 2000, S. 243

Kommunalistisch-nationale Bewegungen sieht Eisenstadt beispielsweise in Indien und Sri Lanka. Sie zielen auf Abgrenzung und sind nicht-universalistisch orientiert. Islamistische, also fundamentale Bewegungen wollen nicht nur die eigene Gesellschaft totalitär nach ihren Vorstellungen umbilden, sondern wollen darüber hinaus die früheren eroberten Gebiete in Afrika und Europa zurückgewinnen.

Sonntag, 16. September 2012

Das macht ihm so schnell keiner nach




Samuel Huntington 2004



(Bild: WEF/Lauth/Wiki.)

Die Vorstellungen der Obama, Clinton, Westerwelle etc. beruhen auf der Vorstellung einer universalen Kultur, auf die sich alle Länder hinbewegen, die einen schneller, die anderen langsamer.
Demgegenüber verweist Huntington auf Faktoren, die in ihrer Bündelung spezifisch europäisch sind und so anderweitig nur teilweise vorkommen:

1. Das klassische Erbe
2. Katholizismus und Protestantismus
3. Europäische Sprachenvielfalt
4. Trennung von geistlicher und weltlicher Macht
5. Rechtsstaatlichkeit
6. Gesellschaftlicher Pluralismus
7. Repräsentativorgane
8. Individualismus

Samuel Huntington, Kulturen, S. 99

Auch im Mittelalter war der Westen schon ziemlich westlich. In der Moderne, das scheint mir Huntington zu übersehen, emanzipiert sich im Nachgang des altgriechischen Rationalismus naturwissenschaftliches und technisches Denken von Philosophie und Religion. Ergebnis ist der Westen, wie wir ihn heute kennen: wohlhabend und funktionsdifferenziert.  

Samstag, 15. September 2012

Friede, Freude, Eierkuchen




Fromme Menschen sorgen für Ordnung







Huntingtons Buch zum Bild bleibt lesenswert

Freitag, 14. September 2012

Der arabische Frühling blüht und blüht







Tote, Verletzte, Sachschaden in Libyen, Ägypten und Jemen, Mob greift US-Botschaften pünktlich zum 11.9. an.

Wie kommt es, daß arabische Banden über angebliche US-Filmchen (nur ein Kleinvideo?) schneller und besser informiert sind, als zum Beispiel Mitteleuropäer? Das Videofilmchen wurde Anfang Juli auf YOUTUBE eingestellt.   

Donnerstag, 13. September 2012

Ohne Schulden geht der Schäuble nie ins Bett








Und die anderen EU-Staaten machen es ebenso. Sie machen Schulden, Schulden, Schulden. Schuldenmachen macht so viel Spaß. 
Deswegen wird die Europäische Zentralbank zur Hilfe herangezogen.

Die EZB kauft auf dem Markt undifferenziert Staatsanleihen der Problemländer. Das kann man als Staatsfinanzierung werten. Die US-Notenbank und die B von England machen das auch so.
Bei dem Werner-Vorschlag (Richard Werner, FAZ 10.9.12) würden nur Kredite ausgebende Institute bedacht, keine Privatanleger, Vermögensverwaltungen, Versicherungen, Hedgefonds etc. Und nur deshalb, damit sie ihre Kernkapitalquote nicht durch verminderte Kreditausgabe stützen. Nicht aus Freundlichkeit. Indem die Banken weniger Kredite ausgeben und somit die Kredit-Risiken vermindern, können sie die jetzt neu geforderte Kernkapitalquote von 9% erfüllen, ohne weitere Kapitalmaßnahmen durchzuführen. Nur wenn die Banken die Kreditausgabe verringern, berührt das die Realwirtschaft, bekommt eventuell Bäcker Meyer weniger Kredit für die neue Filiale.
In die gleiche Richtung zielt der Vorschlag des Sachverständigenrates („5 Weisen“ und von 17 Prominent-Ökonomen, die über 60% liegenden Altschulden der Mitgliedsländer in einen Altschuldentilgungsfond zu geben bei verbleibender Haftung der Länder; die Refinanzierung soll über gemeinsame Anleihen erfolgen.
Das sind pragmatische Vorschläge, an denen man viel kritisieren kann, aber so lange die europäischen Wähler überwiegend an den Euro glauben, muß man sich von Hilfskonstruktion zu Hilfskonstruktion hangeln. Die Bundesregierung und die CUSPD sind so unverschämt, schon an neue Ausgaben zu denken bei immer noch steigender Neuverschuldung. Und die meisten Wähler unterstützen das erstaunlicherweise.
Da bleibt kaum Spielraum, auch einen hoffnungslosen Konkurs-Fall wie Griechenland loszuwerden. Dabei würden sofort nach Rückeinführung der Drachme viele reiche Griechen investieren, die seit zwei Jahren stillhalten und abwarten, wie das Ganze wohl ausgehen mag.

Mittwoch, 12. September 2012

Geh’mer Milliarden versenken in Brüssel






Ja, aber, sagte das Bundesverfassungsgericht heute zum ESM. Nur 190 Mrd.. Mehr nur mit Parlamentszustimmung.

Ginge es nur um das Schicksal der Polit-Chargen, wäre es einfacher. Leider müssen stets viele „brave“ Bürger die Suppe auslöffeln, die Opfer Lenins, Stalins, Hitlers und Maos stehen pars pro toto. 

Bei der Eurozone liegen die Dinge natürlich weit harmloser. Trotzdem wäre etwa im Falle Griechenlands eine Rückkehr zur Drachme für fast alle Seiten die beste Lösung.
Vielleicht wäre eine Renationalisierung der Währungen auch in der gesamten Eurozone die schmerzliche, aber beste Lösung. Alle Regierungen haben eindrücklich unter Beweis gestellt, daß sie Verträge brechen, wenn es ihnen paßt (Maastricht-Vertrag). Mit der Haftungsaufhebung hebeln sie auch das wichtigste Prinzip der Marktwirtschaft aus. Für ein Ausscheiden aus der Eurozone gibt es aber keine Mehrheiten.
So lange es die nicht gibt, muß man weiterwursteln und versuchen, die jahrzehntelange japanische Deflationsentwicklung mit den „Zombie-Banken“ zu vermeiden. Das Beispiel Japans mit seiner gigantischen Staatsverschuldung von über 230% des BIP zeigt übrigens, was an Unmöglichem möglich ist. Spanien könnte sich vergleichsweise mit seiner „winzigen“ Staatsverschuldung von 67% BIP entspannt zurücklehnen, wäre es industriell so potent wie Japan. Die lokale, regionale, nationale und Brüsseler Euro-Politik hat aber das Kapital fehlgelenkt, vielfach im Beton versenkt, so daß die spanische Situation ernster ist als die japanische. Daß viel deutsches Kapital nach Spanien, überhaupt in die südliche Peripherie floß, hat Deutschland geschadet und die Südländer irregeführt. Auch das spräche für eine Rückkehr zu den nationalen Währungen. Aber die Mehrheiten fehlen. So lange sie fehlen, bleibt nur weiteres Durchwursteln. Die Realwirtschaft mit der Beschäftigung scheint mir mit dem Werner-Vorschlag am besten wegzukommen.  :

„Ein unorthodoxer Vorschlag zur Lösung der Krise
Die Europäische Zentralbank übernimmt einfach alle notleidenden Vermögenswerte / 

Von Richard Werner, Lehrstuhl für International Banking an der Universität Southampton und derzeit Gastprofessor am House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt

Kann die europäische Krise durch eine Bankenunion, eine Fiskalunion, die Euro-Rettungsschirme, Eurobonds oder gar die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa gelöst werden? Das schafft falsche Anreize (Steuerzahler der sparsamen Staaten müssen für die Ausgaben der verschwenderischen aufkommen), erhöht die Gesamtschuld (Zahlerländer wie Deutschland müssen mehr Schulden aufnehmen, um anderen zu helfen) und die Legalität der geplanten politischen Machttransfers ist fraglich. Noch schlimmer: Das größte Problem, nämlich wie das Wirtschaftswachstum in Ländern wie Spanien angekurbelt werden kann, wird nicht angesprochen. Schließlich ist die Rechtfertigung, dass es keine Alternative gäbe, falsch: Es gibt eine echte Lösung, die die Probleme der Staatsfinanzierung, der wackeligen Banken und der mangelnden Nachfrage beseitigt. Das Beste: Sie kostet nichts, sondern spart viele Milliarden Euro.

Der erste Schritt löst das Problem der notleidenden Kredite im Banksystem. Irland ist ein gutes Beispiel: Über Jahre war das Land Musterknabe von EZB und Brüssel, da hohes Wachstum und stabile Staatsfinanzen als Beleg dafür gesehen wurden, dass Deregulierung und Liberalisierung Früchte tragen. Heute sieht man die wahren Früchte. Wie der Autor dieser Zeilen damals warnte, basierte Irlands rasantes Wachstum auf einer Kreditblase.

Da Bankkredit die Geldmenge erzeugt (nur 3 Prozent kommen von der Zentralbank, 97 Prozent entstehen durch Kreditvergabe der Banken; sie haben eine Lizenz, Geld aus dem Nichts zu schaffen), ist seine Verwendung ausschlaggebend: Produktive Kreditschöpfung für den Investitionskredit erzeugt Wirtschaftswachstum ohne Inflation. So entstand das Wirtschaftswunder in Deutschland, Japan, Korea, Taiwan und China. Unproduktive Kreditschöpfung ist schädlich und erzeugt Inflation: Konsumkredit führt zu Preisinflation und Finanzkredit zu Vermögenswerteinflation, Finanzblasen und Bankenkrisen.
...“ FAZ 10.9.12 

Übrigens sind auch die Banken so verschieden wie die WestLB und das Bankhaus Metzler. Daher keine (keine!) Bankenunion.

Mal sehen, wie die Niederländer heute abstimmen.

Dienstag, 11. September 2012

Schafshirn







Guck mal, was wir hier haben – Laura Pasitka und Charlotte Duesmann sahen sich das Schafsgehirn von innen an.             

(Bild: „Jugend forscht“)  


Wenn Zellen absterben, etwa beim Herzinfarkt, wäre es praktisch, die toten Zellen durch neue zu ersetzen.
Aber wie? Durch Vorläuferzellen ist das grundsätzlich möglich. Die schickt man an die Reparaturstelle am Herzen. Sie entwickeln sich dort zu normalen Zellen weiter und ersetzen die ausgefallenen Zellen.
Die Achtzehnjährigen studierten in ihrem Projekt diese Vorläuferzellen einer bestimmten Zellart  beim Schafsgehirn.
Bravo!

Es muß ja nicht immer Zeit mit gesundheitsschädlichem Leistungssport verschwendet werden.


Die Neurowissenschaftliche Gesellschaft e. V. vergab den Sonderpreis von 500 Euro an die beiden Leipziger Gymnasiastinnen im Rahmen von „Jugend forscht“ . (NEUROforum 3/12) 


Mehr Gehirn gibt's hier:   http://dasgehirn.info/
Zu Vorläuferzellen: tinyurl.com/bs7nqsu

Montag, 10. September 2012

Fanden die gar nicht lustig







Im 17. Jahrhundert eroberten die Mandschu die Han-Chinesen und verpaßten ihnen zwangsweise einen Zopf – hier Prinzregent Dorgon, den es auch nach Peking zog. Die Mandschu-Qings herrschten bis zur Republik 1911.

(Bild: Wiki.)




Goethe, Der Schatzgräber

Arm am Beutel, krank am Herzen,
Schleppt´ ich meine langen Tage.
Armut ist die größte Plage,
Reichtum ist das höchste Gut!
Und, zu enden meine Schmerzen,
Ging ich, einen Schatz zu graben.
"Meine Seele sollst du haben!"
Schrieb ich hin mit eignem Blut.

Und so zog ich Kreis um Kreise,
Stellte wunderbare Flammen,
Kraut und Knochenwerk zusammen:
Die Beschwörung war vollbracht.
Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze;
Schwarz und stürmisch war die Nacht.

Und ich sah ein Licht von weiten,
Und es kam gleich einem Sterne
Hinten aus der fernsten Ferne,
Eben als es zwölfe schlug.
Und da galt kein Vorbereiten.
Heller ward´s mit einem Male
Von dem Glanz der vollen Schale,
Die ein schöner Knabe trug.

Holde Augen sah ich blinken
Unter dichtem Blumenkranze;
In des Trankes Himmelsglanze
Trat er in den Kreis herein.
Und er hieß mich freundlich trinken,
Und ich dacht´: Es kann der Knabe
Mit der schönen lichten Gabe
Wahrlich nicht der Böse sein.

"Trinke Mut des reinen Lebens!
Dann verstehst du die Belehrung,
Kommst mit ängstlicher Beschwörung
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens!
Tages Arbeit, abends Gäste!
Saure Wochen, frohe Feste!
Sei dein künftig Zauberwort."

„Wo bleibt denn Europa?“, fragt Helwig Schmidt-Glintzer in seiner Besprechung des Debattenbuches „Wird China das 21. Jahrhundert beherrschen?“ (München 2012 / FAZ 10.9.12) 
Es diskutierten 2011 in Toronto Kissinger, Fakaria, Niall Ferguson und Daokui Li (munkdebates.com/media/China)

Von Europa war nicht die Rede. Warum auch? Dort werden alle Leistungsstandards abgesenkt und dafür die Steuern erhöht. Europa versucht seine Schwächen durch Bürokratie und Umverteilung zu kaschieren. Das wird jedoch den Niedergang nur verlangsamen. Deswegen wird die EU in Zukunft nur als Abzockadresse noch interessant sein. Immer mehr Europäer sind erfüllt von dem Syndrom, das in Goethes Eingangsstrophe umrissen ist:

Arm am Beutel, krank am Herzen,
Schleppt´ ich meine langen Tage.
Armut ist die größte Plage,
Reichtum ist das höchste Gut!

Die globalen Akzente werden aber in anderem Geist gesetzt:

"Trinke Mut des reinen Lebens!
Dann verstehst du die Belehrung,
Kommst mit ängstlicher Beschwörung
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens!
Tages Arbeit, abends Gäste!
Saure Wochen, frohe Feste!
Sei dein künftig Zauberwort."

Da scheiden immer mehr EU-Bürger sofort aus, während aber Rotchina im Spiel weiterzieht. An chinesischem Fleiß und Arbeitsbiß wird es nicht fehlen, aber es leidet an Bürokratie, Diktatur und Kollektivismus. 
Es fehlt China, was Fareed Zakaria etwas pathetisch so formulierte:
„Wir sind die erste universelle Nation, ein Land, das Menschen aus aller Welt anzieht, und wir finden Möglichkeiten, das Talent dieser Menschen zu nutzen und einen universellen Traum zu schaffen.“

Natürlich geht es dabei nicht um Einwanderung in die Sozialkassen, wie in Europa, sondern um helle Köpfe und große Talente. Die suchen sich die Amerikaner aus, und deswegen stehen sie zwar nicht so gut da wie die Schweiz und Israel, aber aufgrund der Größe des Landes als die bei weitem führende innovative Wirtschaftsmacht. Um ein gutes Auto zu bauen, müssen die Chinesen immer noch ein Unternehmen wie VOLVO kaufen, die anderen Geely-Autos sind drittklassig. Das wird noch eine ganze Zeit so bleiben, auch bei konventioneller Technik. 
Änderungen sind erst in Sicht, wenn es in China eines fernen Tages dem chinesischen Studenten und dem Lehrstuhlmitarbeiter erlaubt werden sollte, den Professor kritisch zu befragen. Niemand liebt die Kritik aus ganzem Herzen, aber sie ist nun einmal das Fortschrittsprinzip schlechthin. Die Amerikaner haben aus protestantischen Individualismus heraus gelernt, mit Kritik sportlich umzugehen und das Talent unter Ausblendung der Hierarchie anzuerkennen. 
Das ist besonders wichtig bei großen Begabungen, die möglichst früh ihren speziellen Weg gehen müssen. Zum Nutzen aller. Das Beispiel des deutschen Physikers Andreas v. Bechtolsheim sei als Beispiel genannt. Er mußte Deutschland verlassen, weil er dort wie ein normaler Student seinen regulierten Studiengang absolvieren sollte, während es ihn in die Mikroelektronik zog. Für alle das Gleiche, ist das EU-Motto, und für die Schwachen noch mehr. In den USA hatte Bechtolsheim nicht nur den akademischen Spielraum dazu, sondern auch die Superreichen, die mit Wagniskapital das Silicon Valley finanzierten, darunter auch die vielen Unternehmen, die Bechtolsheim in Kalifornien gründete. Zum Nutzen der Amis. 
Solche Geschichten sind im sozialverkalkten Europa kaum möglich. Und in China ebenfalls nicht, weil dort in den Hochschulen und in der Gesellschaft ein autoritärer Geist herrscht. Von der Politik nicht zu reden. 
China wird sich weiter gut entwickeln, es wird durch seine Märktegröße viel verändern. Das Maß in Wissenschaft, Technik und Vermarktung werden im 21. Jahrhundert die USA bleiben. So lange die katholischen Latinos nicht großen Einfluß ausüben. Und Großschuldenmacher wie Obama. 

Sonntag, 9. September 2012

Fast alles gekonnt geklaut





In der Regel hören junge Leute keine Vorträge, wenn es dafür keine Punkte gibt, hier mußten sie durch eine List Gempers und einer Lehrerin zwei geschlagene Zeitstunden zuhören – dann kamen sie aber groß heraus und sorgten für einen kritischen, plakativen Akzent. Es waren Schüler eines Gymnasiums der Klasse 12.


"Neues China - wohin geht es?"
Zu diesem aktuellen Thema hatte der pensionierte Siegener Ökonom
Bodo Gemper dieses Jahr in seiner Reihe Franz-Böhm-Kolleg den Schanghaier Generalkonsul Wolfgang Röhr eingeladen. Der, ein Jurist, begann seinen Vortrag mit einem Vergleich: Sowohl Deutsche als auch Chinesen betrachteten sich nicht als Bürger eines Landes, sondern einer Kultur. 
Für Deutschland scheint mir das einigermaßen zweifelhaft zu sein angesichts der Kulturvergessenheit in Schule und Hochschule, und die Deutschen in Österreich und der Schweiz betrachten sich zweifellos als Schweizer und Österreicher.
Für die herrschenden rotchinesischen Politiker stimmt das ebenfalls nicht: sie pflegen den Nationalismus und führen gerade Nationalismusunterricht in Hongkongs Schulen ein. Dagegen gibt es Protest. Davon war der Generalkonsul weit entfernt, das gehört auch nicht zu seinen diplomatischen Aufgaben. Immerhin erwähnte er "chauvinistische Pressetendenzen" bei der GLOBAL TIMES, die auch auf Englisch erscheint. 
Auch die fehlende Niederlassungsfreiheit erwähnte Röhr; Chinesen vom Lande und ihre Kinder bleiben Bürger ihrer Herkunftsprovinz. Ansonsten sang er aber ein großes Loblied auf China und seine Chargen, deren großes Interesse an Deutschland er herausstellte. Die Ursache sah er u.a. in der fast völlig fehlenden deutschen Kolonialvergangenheit, Tsingtau sei nur eine kurze Episode gewesen. 
Ob die chinesische Politik auch die FDJ-Vergangenheit der Kanzlerin Merkel und die deutsche Kauf-mich-Politik schätzt? Man darf es zumindest vermuten. Röhr beklagte die Neigung der deutschen Medien, vorwiegend Negatives über China zu berichten und das Deutsche Kulturjahr in China mit seinen zahlreichen Veranstaltungen 2011 fast unerwähnt gelassen zu haben. Hier sah er sich wohl in der Pflicht, dagegenzuhalten und die großen Gewinne und Investitionen der großen deutschen Unternehmen hervorzuheben, und auch die inzwischen nach seiner Darstellung erreichte Rechtssicherheit in Patentfragen zu loben. Auf mittelständische Unternehmen ging er dabei nicht ein. 
Die Globalisierung sei ein Krieg mit zwei Gewinnern: das seien Deutschland und China, so der französische Politologe Emmanuel Todd, den Röhr, offenbar zustimmend, zitierte. 
Dabei sah er China als kommende mächtigste Wirtschaftsmacht und zählte die bekannten Wachstumszahlen auf. Das erinnerte an die Tonnenideologie vergangener Zeiten, in denen die Sowjetunion für die nächsten 5 Jahre die Überholung Amerikas prophezeite. Die "DDR" galt seinerzeit bei SPIEGEL, ZEIT und der Bundesregierung als sechststärkste Wirtschaftsmacht. 
Der Jurist Röhr sollte den Stand von Wissenschaft und Technik in China genauer studieren und sehen, zu welch großem Teil die pure Montage hinter den chinesischen Zahlen steckt, wie im Beispiel Apple/Foxconn, und wie viel Übernahme bei IBM und Lenovo. Die niedrigen chinesischen Löhne spielen im globalen Wettbewerb weiter eine große Rolle, und bei einfacher Technik wie Photovoltaik reicht das, um die deutschen subventionsgemästeten (EEG) Solarfirmen zu überbieten. 
So dumm wie die deutsche Bundestagspolitik sind aber die USA selbst unter Obama nicht, daß sie teure, zweitklassige Energieerzeugung bevorzugen und komplexe Kerntechnik aufgeben. Es wird noch lange dauern, bis Rotchina eine innovativ führende Wirtschaftsmacht sein wird. 
Einstweilen gilt noch überwiegend: Es ist alles nur geklaut. Aber auch das will ja gekonnt sein.



Samstag, 8. September 2012

Einer reicht





Die Lektüre der meisten Bücher macht eher dumm – Grimms Wörterbuch gehört nicht dazu 






- sari nusseibeh - ein staat für palästina, München 2012: Mal etwas Neues aus Ostjerusalem. Der Mann hat recht mit seinem Aufruf zum palästinensischen Gewaltverzicht – alles andere fällt unter mentale Steinzeit. Er hat auch recht mit seinem Plädoyer für einen Staat – nämlich Israel, das die besetzten Gebiete annektieren soll. Damit bekämen die ansässigen Araber sofort große Verbesserungen, statt weitere 50 Jahre blödsinnige Forderungen zu stellen. Und sie könnten als israelische Staatsangehörige einen Zivilisationssprung machen, der in den anderen arabischen Ländern noch 200 Jahre brauchen wird.
Die rein arabischen Gebiete könnten einen Autonomiestatus besitzen. Für Israel wäre damit ein Sicherheitsgewinn verbunden und es wäre auch ein Dämpfer für die bibelfrommen Bestrebungen der Moses-Juden (Orthodoxe und Ultraorthodoxe) zu erwarten.
Leichtmatrose Obama sollte vielleicht Nusseibeh zu seinem Berater machen. 

Zur Geschichte des Zionismus sendete der DLF (Achenbach/Ginzel) letzte Woche eine vierteilige, hörenswerte Reihe, zuletzt, am 6.9.12:
"Die UNO und die Gründung des Staates Israel

Die Idee eines jüdischen Staates, Teil 4

Rüdiger Achenbach im Gespräch mit dem jüdischen Publizisten Günther Bernd Ginzel

Der UN-Teilungsplan für Palästina, der im britischen Mandatsgebiet die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates für die Palästinenser vorsah, wurde 1947 von der Generalversammlung angenommen. Die arabischen Führer lehnten diesen Plan ab. Am 14. Mai 1948 wurde die Gründung des Staates Israel ausgerufen. ..." 
dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1859014/

- Gute Idee: 
Tag der deutschen Sprache:

Lieber Deutsch retten als den Euro

Erlangen, 7. September 2012 – Als Entschädigung für den milliardenschweren
deutschen Beitrag zum Euro-Rettungsschirm soll Deutsch in der Europäischen
Union (EU) endlich gleichrangig mit Englisch werden. „Sämtliche
Veröffentlichungen der EU müssen vollständig auf deutsch vorliegen.“ Das
fordert die DEUTSCHE SPRACHWELT zum morgigen Tag der deutschen Sprache. Die
Sprachzeitung weist darauf hin, daß Deutschland einerseits zwar den größten
Anteil an den Kreditausfallbürgschaften für EU-Staaten trägt; andererseits
spiegle sich jedoch diese hohe Leistung nicht in der sprachpolitischen
Wirklichkeit der EU wider. Auch die deutsche Sprache benötige einen
Rettungsschirm: „Es ist wichtiger, die deutsche Sprache als den Euro zu
retten.“’
  (‚DEUTSCHE SPRACHWELT
http://www.deutsche-sprachwelt.de
- PRESSEMITTEILUNG -)